16.12.2021
Gemeindewoche 2022

Gemeindewoche 2022

Rückblick auf die Gemeindewoche vom 9.-16. Januar 2022

Während einer Woche versuchten wir die Frage "Füreinander sorgen - (wie) geht das?" aus verschiedenen Richtungen zu beantworten. Definitive Antworten sind daraus wohl keine enstanden. Ideen und Anregungen konnten wir dennoch mitnehmen:

- Macht ist immer Teil von Sorgebeziehungen. Wichtig ist, sich dessen bewusst zu sein und auf den Ausgleich von Asymmetrien bedacht zu sein. Jeder Mensch hat Würde, ganz ungeachtet seiner Möglichkeiten, sich um sich selbst und andere zu sorgen. (Vortrag von Dr. Melanie Werren)

- Unbezahlte Sorgearbeit hat ihren Wert und diejenigen, die sie leisten, müssen (sozialstaatlich) abgesichert sein. Denn die Lücken momentan bestehen diesbezüglich noch Lücken in unserem sozialstaatlichen System. Dies führt zu oft dazu, dass jene, die selbst Sorgearbeit leisten, nur ungenügend abgesichert sind für den Fall, dass sie selbst Unterstützung benötigen. Eine mögliche Lösung wäre eine Art Pflegeversicherung, in der geleistete Sorgearbeit als Einzahlung fungiert, die danach zu Versicherungsleistungen berechtigen. (Vortrag von Prof. Dr. Michelle Beyeler)

- Caring Communities (sorgende Gemeinschaften) können nicht aus der Luft gegriffen werden, sondern sind eine Folge davon, dass Menschen andere Menschen und ihre Bedürfnisse wahrnehmen. Um aus solcher Wahrnehmung eine sorgende Gemeinschaft entstehen zu lassen, bedarf es Zeit und Menschen, die die Vernetzung verschiedener Interessierter übernehmen. (Vortrag von Dr. Robert Sempach)

- Sorgende Gemeinschaft sein in einer Kirchgemeinde heisst auch, sich gegenseitig zu ermutigen und in den jeweiligen Talenten zu bestärken. Gleichzeitig heisst es aber auch, Bedürfnisse und Nöte von anderen wahrzunehmen und sie auf kreative und angemessene Weise dazu zu befähigen, eigene Wege darmit zu finden und sie darin zu begleiten. (Predigt von Synodalratspräsidentin Pfrn. Judith Pörksen Roder)

 

zurück